HSS 2018 Bargau

Von überall her gefiederte Raritäten auf kurzen Läufen

Das Siegerband des Vereinsmeisters 2018 geht nach Ostwestfalen


 

 

Zufriedene Krüperzüchter: Hendrik Wulfhorst, Jugendzüchter Manuel Sandhöfner sowie Bettina Stritz und Jörg Erich Haselier (von links)

Schwäbisch Gmünd-Bargau. Ungeachtet des Schneetreibens ging es bunt zu auf der Zuchtanlage der Kleintierzüchter in Bargau: sowohl was die Farben der ausgestellten Hühner als auch was die Herkunftsorte der Aussteller und Gäste anging.

Der "Sonderverein der Krüper- und Zwerg-Krüperzüchter von 1904 " veranstaltete seine diesjährige Hauptsonderschau ums dortige Vereinsheim in schöner Ortsrandlage. Dort engagieren sich zwei Bargauer Züchter seit November 2016 im Vorstand: Jörg Erich Haselier als Vorsitzender und die örtlihe Bargauer Vorsitzende als Schriftführerin.

Fünf im Geflügelstandard geführte Farbenschläge der Krüper wurden in Bargau gezeigt und von Preis- und Sonderrichter Rüdiger Wandelt fachgerecht beurteilt: schwarz, weiß, gesperbert, schwarz-weißgedobbelt und schwarz-gelbgedobbelt.

Daneben gab es auch fünf in der Historie nachgewiesene Farbenschläge zu sehen, die nach dem Krieg verschwunden sind und mit denen sich Experten nun wieder intensiv in der "Züchterwerkstatt" beschäftigen: gelbriesel, gelb, silberhalsig, schwarz-weißgescheckt und blaugesäumt. Ferner war auch eine Viererkollektion weißer Zwerge gemeldet.

Gäste aus unterschiedlichen Teilen Bayerns, Baden-Württembergs, Nordrhein-Westfalens und aus Rheinland-Pfalz waren angereist, um über ihre Tiere zu fachsimpeln oder um sich erstmals Krüper zuzulegen; denn einige der Tiere waren auch als verkäuflich gemeldet.

So wechselte ein Zuchtstamm der so seltenen schwarz-gelbgedobbelten Krüper zu unserem Mitglied Christiane Jendrik in den Soonwald, die passend zur Schau in Bargau ihren heimischen Hühnerstall fertig gestellt hat.

Bei der ansprechenden Konkurrenz wurden vier Siegerbänder vergeben. Den Gesamtsieg errang Gerhard Wulfhorst aus dem ostwestfälischen Steinhagen mit seiner gefälligen Viererkollektion schwarzer Krüper. Jugendsieger wurde der strahlende Manuel Sandhöfner aus Rainau mit seinen schwarz-weißgedobbelten Tieren. Das Siegerband für den besten Hahn, einen weißen Krüper, ging an Hendrik Wulfhorst, ebenfalls Ostwestfalen, eine kleine Hochburg der Krüperzucht. Ein Siegerband für die beste Henne erhielt Bettina Stritz für ein gesperbertes Tier.

Nachdem die Hauptsonderschau im vergangenen Jahr im Rahmen der Nationalen Bundessiegerschau in den Erfurter Messehallen war, hatte diese Veranstaltung einen unvergleich familiäreren Charakter, was den Austausch untereinander sehr förderte. Die Krüperzüchter hat es gefreut und sie werden den Rhythmus - ein Jahr Großschau, ein Jahr Landpartie - beibehalten.


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